Gua Sha

Intensives Ausstreichen für bewegtes Qi
Der Name beschreibt direkt das Vorgehen und die Wirkung: Gua steht für Schaben oder Streichen, während Sha die dabei entstehende Rötung der Haut bezeichnet. Es wird mit leichtem Druck wiederholt über eingeölte Hautareale gestrichen. Zum Beispiel mit einer glatten Hornplatte, einem speziellen Stein oder einem Porzellanlöffel.
Durch diese gezielte Stimulation bewegen wir festsitzendes Qi und Blut und bringen die Zirkulation im Gewebe wieder ins Fliessen. Wie beim Schröpfen öffnen wir auch mit Gua Sha die Körperoberfläche, um kälte- oder windbedingte Blockaden effektiv nach aussen auszuleiten.
Wie sich die Behandlung anfühlt
Das Schaben fühlt sich an wie ein intensives, durchwärmendes Ausstreichen der Muskeln. Je nach Intensität entstehen typische, flächige Rötungen der Haut. Diese stellen eine gewünschte Reaktion dar und zeigen an, dass Stauungen an die Oberfläche transportiert wurden. Innerhalb weniger Tage klingen sie von selbst wieder ab.
Einsatzbereiche
Gua Sha wird besonders gerne bei akuten oder chronischen Nacken-, Schulter- und Rückenverspannungen eingesetzt. Auch bei den ersten Anzeichen einer Erkältung, bei Kopfschmerzen oder zur allgemeinen Entlastung festgesetzter Spannungen ist die Methode eine wirkungsvolle Ergänzung.